Leinsamen

Leinsamen Superfood

Leinsamen – Hiesige Omega-3-Kostbarkeit

Lateinischer Name: Linum usitatissimum / Superfood-Art: Samen
Leinsamen werden aus der Nutzpflanze Flachs gewonnen und ihr Öl gilt als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel, da es besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Flachsfasern werden außerdem dazu genutzt, um Leinenstoff herzustellen. Die Samen selbst enthalten verdauungsfördernde Ballaststoffe – nicht umsonst trägt Flachs den lateinischen Artnamen ‚usitatissimum‘, was für ‚äußerst nützlich‘ steht.

Herkunft & Geschichte

Erste Hinweise für die Nutzung von Flachs wurden in steinzeitlichen Höhlen im heutigen Georgien gefunden. Die dort gefunden Leinstoffüberreste sind knapp 30.000 Jahre alt.
Überreste von domestiziertem Flachs mit größeren Leinsamen als für die Wildform üblich wurden im Gebiet des heutigen Syriens gefunden und sind vermutlich 9.000 Jahre alt. Über Syrien verbreitete sich Flachs sowohl nach Osten (Indien und China) als auch nach Westen, sodass selbst auf dem Gebiet des heutigen Deutschland und der Schweiz schon vor 5.000 Jahren Flachs angebaut wurde.

Leinsamen sind die Saat der altertümlichen Nutzpflanze Flachs. Diese wurde schon im alten Ägypten angebaut und neben der Nutzung der Samen auch zur Herstellung von Leinenstoff verwendet. Nur Priester durften Leinenstoff tragen und Leinen wurden genutzt, um ägyptische Mumien einzuwickeln. Die Ägypter verehrten die Pflanze als das Symbol für Reinheit.
Ägyptischer Leinstoff wurde mit der Zeit auch von den Römern entdeckt, die ihn für die Segelherstellung nutzten. Im 8. Jahrhundert nach Christus sorgte Karl der Große dafür, dass Flachs auch in Europa angebaut wurde. Er die hygienischen Vorteile von Leinenstoff und wollte auch die gesundheitlichen Vorzüge von Leinöl in sein Reich tragen.
Im Mittelalter war zunächst Flandern (heutige Niederlande) und ab dem zwanzigsten Jahrhundert das nördliche Russland die Hauptanbaugebiete für Flachs. Seitdem kamen deutlich günstigere und haltbarere Fasern als Leinstoff auf den Markt, was dafür sorgte, dass Flachs seine Bedeutung als Nutzpflanze immer weiter verlor.
Erst seit dem 21. Jahrhundert gewann die Produktion von Leinöl (gepresst aus den Leinsamen) wieder stärkere Bedeutung, da die Forschung und die Ernährungslehre seinen hohen Nährstoffgehalt erkannten.

Verzehr- & Kaufempfehlung

Leinöl

Leinöl wird aus Leinsamen gepresst und ist sehr reich an Omega-3-Fettsäuren. Trinke täglich einen Esslöffel, wenn Du es Nahrungsergänzung nutzen willst. Doch auch als Salatöl glänzt Leinöl mit seiner würzig, nussigen Note und verfeinert den Geschmack fast jedes Gemüsegerichtes.
Leinöl aus biologischem Anbau ist in der Regel die bessere Wahl, da es beim Anbau nicht mit Pestiziden und künstlichem Dünger belastet wurde. Achte darauf, dass das Öl kaltgepresst wurde, da Omega-3-Fettsäuren sehr hitzeempfindlich sind und bei Behandlung mit Wärme schnell zerfallen und ranzig werden.

Leinsamen (ganz)

Leinsamen bestehen aus 54% Omega-3-Fettsäuren und damit neben Chia-Samen eine der höchsten Omega-3-Konzentrationen aller bekannten pflanzlichen Öle. Sie sind reich an Ballaststoffen (gut für die Verdauung), Eiweiß, verschiedenen B-Vitaminen und Mineralstoffen – insbesondere Vitamin B3, Kalium, Magnesium und Phosphor.
Wir empfehlen Dir Leinsamen aus biologischem Anbau, da sie in der Regel weniger schadstoffbelastet sind.

 

Leinsamen-Öl und 20 andere Superfoods findest Du auch in Supernaturals ‚Alles gut‘. Alle wichtigen Infos findest Du, wenn Du hier klickst.